EU-Grüne wollen Urheberrecht der digitalen Zeit anpassen

Ein sehr intelligenter Vorstoß der EU-Grünen, das Urheberrecht der digitalen Zeit anzupassen, ist im Positionspapier der Grünen in der EU nachzulesen. Wesentliche Elemente sind dabei die kritische Betrachtung von DRM (digitales Rechte-Management), die Forderung nach einem Urheberrechtsschutz von 20 Jahren und der Forderung nach Zitiermöglichkeiten für Audio und Video.

Durch eine Registrierungspflicht für Verwertungsrechte, das in Zeitabständen erneuert werden müsste, möchten die Grünen verhindern, dass verwaiste Werke nicht genutzt werden können, wie es im Moment der Fall ist. Privatnutzung soll wesentlich erleichtert werden. Das sog. 3-Strikes-Modell, das als Sanktion auch Internetsperren vorsieht, lehnen die Grünen ab. Für den Fall, dass die Privatnutzung die Produktion kreativer Werke behindert, stehen die Grünen für eine Kulturflatrate ein, das auf Breitbandanschlüsse pauschal bezahlt werden müsste.

Das Papier kann hier heruntergeladen werden.